Busfahrtraining an den Regnitz-Werkstätten
„Das Bustraining war ganz toll, wir durften ausprobieren, wie es auf dem Fahrersitz ist. Und wir haben auch den Motor angeschaut“, erzählt Peggy Nollmann. Sie gehörte zu den ersten Teilnehmerinnen des Busfahrtraining, das im August an der Haltestelle vor den Regnitz-Werkstätten stattfand. Die Frauenbeauftragten und der Werkstattrat hatten sich dafür eingesetzt und es mit vorbereitet, nachdem das Busfahrtraining im Frühjahr für Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe organisiert wurde.
Die Erlanger Stadtwerke haben das Training gerne angeboten. „Das ist wichtig, auch für uns Fahrer. Wir lernen daraus und sehen, wo es Probleme gibt“, betont Matthias Schuler vom Stadtverkehr. Die nächste Gruppe steht schon in den Startlöchern. Manche können es gar nicht abwarten, hinter dem Lenkrad zu sitzen und sehr gerne wird gehupt.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem sicheren Ein- und Aussteigen, vor allem wenn jemand mit einer Gehhilfe oder mit dem Rollstuhl unterwegs ist. Das muss in Ruhe geschehen und die Busfahrer*innen schauen genau hin, bis die Person drin ist und helfen bei Bedarf. Angst, eingeklemmt zu werden, braucht niemand zu haben, denn es gibt einen Einklemmschutz. Wenn die Tür zugeht und jemand dazwischen gerät, entsteht nur ein leichter Druck und sofort geht sie wieder auf. Das konnten alle ausprobieren, auch die Schreiberin dieses Textes.
In dem vorgefahrenen Bus gab es für zwei Rollstuhlfahrer*innen Platz. Daraufhin tauchte die berechtigte Frage auf, was ist, wenn ein dritter an der Haltestelle ist. Im Innenstadtbereich kommt in der Regel ein nächster Bus wenig später. „Wo das nicht der Fall ist und kein Platz mehr für einen Rollstuhl vorhanden ist, rufen wir die Leitstelle an. Bisher haben wir immer eine Lösung gefunden“, erläutert der engagierte Busfahrer Michael Schuler.
Die wichtigsten Themen sind nun durch, aber der eine oder die andere guckt sich im Bus um und es steht noch aus, den Motor anzuschauen.