Wohnstätten

Soviel Selbständigkeit wie möglich - soviel Unterstützung wie nötig

Erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung benötigen meistens Anleitung und Unterstützung bei ihrer Lebensführung. Die Lebenshilfe Erlangen bietet dazu 85 Wohnplätze in verschiedenen Wohnformen an, die sich in Art und Umfang der Betreuung nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Bewohner/innen richten.

In den Wohnstätten leben geistig- und mehrfachbehinderte erwachsene Frauen und Männer unterschiedlichen Alters zusammen. Sie werden von ausgebildeten Fachkräften und von Hilfskräften betreut. Für die pädagogische Beratung von Betreuten, Angehörigen und Mitarbeitern steht der Fachdienst zur Verfügung.

Die Betreuten arbeiten in den Regnitz-Werkstätten der Lebenshilfe Erlangen, in der freien Wirtschaft oder besuchen die Förderstätte. Rentner gestalten ihren Alltag auf vielfältige Weise in der Seniorentagesstätte.

Der medizinisch-pflegerische Fachdienst der Wohnstätten - eine neue Initiative der Lebenshilfe Erlangen

Um die angemessene Betreuung der BewohnerInnen zu gewährleisten, entschloss sich die Lebenshilfe Erlangen zur Schaffung eines medizinsch-pflegerischen Fachdienstes innerhalb der Wohnstätten. Diese neu geschaffene Stelle hat seit dem 01.09.2008 Frau Kilic-Temiz, Krankenpflegerin und gelernte Pflegedienstleiterin, übernommen.

Kurzzeitaufenthalte

Für geistig- oder mehrfachbehinderte Personen (auch mit Rollstuhl) besteht für einen begrenzten Zeitraum die Möglichkeit der Kurzzeitaufnahme (z. B. bei Kur oder Krankheit der Betreuungsperson). Die anfallenden Kosten werden in den meisten Fällen von der Pflegekasse übernommen.

Seniorentagesstätte

Behinderte Menschen ab 55 Jahren, die aus dem Arbeitsleben ausscheiden, können tagsüber eine der Seniorentagesstätten der Wohnheime Kitzinger Straße oder Joseph-Will-Str. besuchen.

Zielsetzung der Wohngruppen

Alle Wohngruppen haben das Ziel, den Betreuten zu helfen, "ein Leben so normal wie möglich" zu führen. Die Förderung und Bewahrung von lebenspraktischen Fähigkeiten und die Freizeitgestaltung werden auf die Einzelperson abgestimmt. Ein hohes Maß an Selbst- und Mitbestimmung ist ein wichtiges Ziel der Arbeit in den Wohnstätten. Die einrichtungsinternen Freizeitangebote wie Sport, Musik, Tanzen werden ergänzt durch externe Angebote wie Reiten, Klettern oder Schwimmen.

Mitwirkungsmöglichkeiten

Der von den Betreuten gewählte Heimbeirat wirkt bei der Gestaltung des Heimalltags mit. Zu dem Selbstverständnis der Lebenshilfe gehört auch eine gute Zusammenarbeit mit den Angehörigen und gesetzlichen Vertretern. Dies wird durch vielfältige Kontakte, Elternabende und den Elternbeirat gewährleistet.

Aufnahmeverfahren

Voraussetzung für die Wohnheim-Aufnahme ist ein positiv verlaufendes 14-tägiges Probewohnen ggf. mit integriertem Werkstattpraktikum.

Finanzierung

In der Regel kommen die überörtlichen Sozialhilfeträger (Bezirksverwaltungen) für die in den Wohnstätten anfallenden Kosten auf.