Georg-Zahn-Schule
Unsere Ziele
Ziel unserer gesamten schulischen Bemühungen ist es, Kindern und Jugendlichen mit einem besonderen Förderbedarf einen Raum zum Leben und Lernen zu bieten. Dies ermöglicht ihnen, sich individuell zu entfalten, sich in ihrer Umwelt besser zurechtzufinden und größtmögliche Selbstständigkeit in möglichst vielen Teilbereichen des täglichen Lebens zu erreichen.
Unsere Schule
Die Georg-Zahn-Schule ist ein staatlich anerkanntes privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Trägerschaft der Lebenshilfe Erlangen e.V. Wir unterrichten Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf im Rahmen ihrer 9-jährigen Schulpflicht und der 3-jährigen Berufsschulpflicht. Während ihrer Schulzeit durchlaufen sie:
1. bis 4. Schulbesuchsjahr - Grundschulstufe
5. bis 9. Schulbesuchsjahr - Hauptschulstufe
10. bis 12. Schulbesuchsjahr - Berufsschulstufe
Unsere Schülerinnen und Schüler
Das Bildungsangebot der Georg-Zahn-Schule ist ausgerichtet auf Schülerinnen und Schüler, die sonderpädagogischer Förderung bedürfen und basiert auf den Lehrplänen für das Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. Die Einschulung erfolgt nach einer eingehenden Schullaufbahnberatung und der Erstellung eines sonderpädagogischen Gutachtens. Der Einzugsbereich unserer Schule umfasst das gesamte Erlanger Stadtgebiet sowie den östlichen Teil des Landkreises Erlangen-Höchstadt. Der Schulbesuch und die Schülerbeförderung sind kostenfrei.
Unsere Klassen
In Klassen mit durchschnittlich 9 bis 12 Schülerinnen und Schülern unterrichten Sonderschullehrer/-innen, Heilpädagogen/-innen, Fachlehrer/-innen und Erzieher/-innen. Jeder Lehrkraft ist eine zusätzliche Mitarbeiterin oder ein zusätzlicher Mitarbeiter (Kinderpflegerin, Praktikantin/Praktikant oder Zivildienstleistender) zugeordnet, die/der in der unterrichtlichen Arbeit und im Bereich der Pflege unterstützt. Dies ermöglicht es, dass der Unterricht an den individuellen Lernvoraussetzungen und Bedürfnissen der SchülerInnen ausgerichtet werden kann.
Unser Unterricht
Unser Bildungsangebot ist breit gefächert. Der Unterricht umfasst neben den Kulturtechniken - Lesen, Schreiben und Rechnen - ebenso Unterrichtsfächer wie Sachunterricht, Musik/Rhythmik, Bildnerisches Gestalten, Werken, Hauswirtschaft, Textiles Gestalten, Religion, Sport, Schwimmen und Förderunterricht. Zusätzliche klassenübergreifende Unterrichtsangebote wie Gitarren- und Flötenunterricht, Unterricht in Veeh-Harfe, Sportgruppe, Sozialtrainingsprogramm oder Schülercafé eröffnen weitere Lernmöglichkeiten. Ausgehend von den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler entstehen immer wieder neue Projekte und Angebote.
Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit einer schweren Behinderung findet sowohl im Unterricht als auch in klassenübergreifenden Angeboten im Snoezelen Raum oder der im Bereich der Unterstützten Kommunikation statt.
Leistungsdifferenzierte Lernschienen
In den Fächern Lesen und teilweise auch im Rechnen unterrichten wir in der Haupt- und Berufsschulstufe klassenübergreifend in leistungsdifferenzierten Lernschienen unter anderem mit dem im Haus entwickelten Leselehrgang: Meier/Krügel "Lesen lernen mit Tina und Tim" und anderen gängigen Lehrgängen, Materialien und Konzepten.
Unterstützte Kommunikation
"Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen."
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in dem Bereich Unterstützte Kommunikation.
Unterstützte Kommunikation
- stützt und verbessert die Kommunikationsmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern mit schwer verständlicher oder fehlender Lautsprache.
- ersetzt fehlende Lautsprache oder ergänzt eine unklare Lautsprache.
- hilft Schülerinnen und Schülern sich mitzuteilen, die das sonst nicht könnten, durch den Einsatz von Gebärden, manuellen und/oder technischen Hilfsmitteln.
- hilft sprechenden Schülerinnen und Schülern sich deutlicher auszudrücken.
- ist ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Arbeit.
Unterricht am Computer
Wir verfügen über einen speziell eingerichteten Raum mit 12 Schüler- und einem vernetzten Lehrercomputer. Unsere SchülerInnen erlernen hier den selbständigen Umgang. Durch geeignete Lernprogramme ist das gleichzeitige Lernen von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Lernausgangslagen möglich.
Lernen in der Berufsschulstufe
"Grundlegende Aussagen geben Orientierung für die Verwirklichung des Bildungsauftrages der Berufsschulstufe für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
- Die Vielfalt von Begabungen und Lebenswegen kennzeichnet die Normalität menschlichen Lebens.
- Jeder Mensch verfügt über Potential, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten.
- Jeder Mensch ist Teil der Gemeinschaft und auf Gemeinschaft angewiesen.
- In der Berufsschulstufe bereiten sich Jugendliche und junge Erwachsene auf selbstbestimmte Teilhabe als Mitglieder der Gesellschaft vor.
- Die Berufsschulstufe eröffnet vielfältige Perspektiven für die Lebensgestaltung und begleitet die Zukunftsplanung.
- Jugendliche und junge Erwachsene schlagen einen Lebensweg ein, der ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten entspricht."
(siehe Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Lehrplan für die Berufsschulstufe Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. München, 2007, Seite 7.)
Dieses Leitbild setzen wir um, unter anderem in den Lernbereichen
- Mobilität mit einem Mobilitätstraining
- Wohnen mit einem Wohntraining
- Arbeit und Beruf durch die Zusammenarbeit mit ACCESS Integrationsbegleitung ? Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben oder den Regnitz-Werkstätten, Erlangen
Ausgangspunkt hierfür sind jeweils die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten jeder einzelnen Schülerin, jedes einzelnen Schülers der Berufsschulstufe.
Zusammenarbeit mit Eltern
Die Zusammenarbeit mit Eltern ist uns sehr wichtig. Vielfältige Kontakte in unterschiedlichen Situationen ermöglichen einen intensiven Austausch:
- Im Heilpädagogischen Kindergarten: Schullaufbahnberatung, verpflichtende Halbjahresgespräche
- Elternsprechstunde
- Elternabende
- Mitteilungshefte, Email-Kontakt
- Elterngespräche, Hausbesuche, Telefonate
- Möglichkeit der Hospitation in Klassen
- Kooperation und Absprache bei einzelnen Lernzielen
- Gemeinsames Musizieren mit Eltern und Kindern
- Aktive Unterstützung des Elternbeirats (Gesprächspartner für andere Eltern, Mitarbeit im Schulleben ?)
- Info-Vormittag für Schulanfänger und ?neue? Eltern
- Elternfrühstück, Elternstammtisch, Elternausflüge in den Klassen
Zusammenarbeit mit der Heilpädagogischen Tagesstätte
Die enge Kooperation mit der Georg-Zahn-Tagesstätte bei Förderplanung, Festen, Feiern und Ausflügen, Hausaufgabenbetreuung, Team- und Projektarbeit usw. basiert auf einer gemeinsamen Konzeption von Schule und Heilpädagogischer Tagesstätte.
Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
Um eine ganzheitliche Sicht auf den besonderen Förderbedarf einzelner Schülerinnen und Schüler erlangen und einen umfassenden Förderansatz erstellen zu können, aber auch um die Angebote für alle Schülerinnen und Schüler zu erweitern, ist es für uns notwendig mit verschiedenen externen Partnern zusammenzuarbeiten:
- Frühförderstellen und Kindergärten
- Beratungsstellen (Unterstützte Kommunikation, Autismus, ?)
- Förderschulen und Regelschulen
- Kinder- und Jugendabteilung für psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Erlangen
- Kinder- und Jugendinstitutionen im Stadtteil
- Kirchengemeinden St. Matthäus und St. Bonifaz in Erlangen
- Jugendfarm Erlangen
- Arbeitsagentur und ACCESS (Integrationsbegleitung ? Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben)








