Die Regnitz-Werkstätten gGmbH

Die Regnitz-Werkstätten gGmbH ist eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Sie ist eine Einrichtung der Lebenshilfe Erlangen. Ihre ersten Gehversuche als Anlern-Werkstatt machte sie bereits im Jahre1962. Seit 1980 ist sie eine gemeinnützige GmbH, anerkannt nach § 142 SGB IX.

Unser Auftrag - Unser Ziel

"Die Werkstatt für behinderte Menschen ist eine Einrichtung zur Eingliederung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben (...). Sie hat (...) eine angemessene Bildung und eine Beschäftigung (...) anzubieten und zu ermöglichen, ihre Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln." (§ 136 SGB IX)

Unsere Adressaten

Die meisten unserer Mitarbeiter/-innen mit Behinderung sind Abgänger von Schulen zur individuellen Lebensbewältigung. In den letzten Jahren konnten wir vermehrt für psychisch Kranke, lern- und mehrfachbehinderte Personen Tätigkeitsfelder anbieten. Auch Interessenten, die nach Unfällen aus der medizinischen Rehabilitation kommen, werden von uns aufgenommen. Kostenträger für die Teilhabe am Arbeitsleben in den Regnitz-Werkstätten sind das Arbeitsamt, die überörtlichen Sozialhilfeträger, die Rentenversicherungsträger und andere.

WfbM Montage 2

Unsere Angebote

  • Im Produktionsbereich der Werkstatt bieten wir:
  • Metallbereich mit moderner Maschinenausstattung
  • Schreinerei mit komplettem Maschinenpark
  • Holzmontage
  • Elektromontage mit Lötstationen
  • Industriemontage
  • Konfektionierung
  • Verpackung
  • Mittagsverpflegung und Catering
  • Garten- und Landschaftspflege

 

Diese Vielfalt erlaubt es uns, auf die individuellen Fähigkeiten und Wünsche der Mitarbeiter/-innen umfassend einzugehen. Am Anfang steht ein Praktikum, um den Interessenten und deren Angehörigen die Möglichkeit zu geben, das Angebot der beruflichen Eingliederung in unserer Werkstatt kennen zu lernen.

Entscheidet sich der/die Interessent/-in für eine Weiterqualifizierung in der Werkstatt und sehen wir ausreichende Möglichkeiten, den Vorstellungen des Interessenten gerecht zu werden, folgt der Berufsbildungsbereich.

Unsere zusätzlichen Leistungen

  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Anwartschaft auf eine EU-Rente
  • Fahrdienst bzw. Fahrkostenerstattung
  • Arbeitskleidung (je nach Einsatzort)
  • Ausbildungsgeld (im Arbeitstraining)
  • Leistungsbezogene Bezahlung (im Berufsbildungsbereich)
  • Einen sicheren Arbeitsplatz

Der Berufsbildungsbereich

Die Dauer des Berufsbildungsbereichs beträgt 2 Jahre und beginnt mit dem Eingangsverfahren (4 - 12 Wochen), in dem die Eignung festgestellt und ein Eingliederungsverfahren erarbeitet wird. Hieran schließen sich Grund- und Aufbaukurs an. Dort werden vorhandene Fähig- und Fertigkeiten in einem Fähigkeitsprofil zusammengefasst und Schlüsselqualifikationen für ein Bestehen in der Arbeitswelt weiterentwickelt. Unser Ansatz zur Teilhabe am Arbeitsleben liegt bei der Förderung vorhandener Stärken. Durch Erfolgserlebnisse soll jede/-r einzelne Rehabilitant/-in einen positiven Bezug zur Arbeitswelt entwickeln. Angestrebt wird eine Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, wenn die individuellen Fähig- und Fertigkeiten sowie die Motivation der einzelnen Rehabilitanten dies ermöglichen.

Der Arbeitsbereich

Im Arbeitsbereich bieten wir 250 Arbeitsplätze an. In den verschiedenen Produktionsbereichen werden die bisher erworbenen Schlüsselqualifikationen vertieft und in eine spezialisierte berufliche Tätigkeit integriert. Arbeitsbegleitend bieten wir eine fortlaufende, zusätzliche Betreuung auf Basis individueller Bildungspläne. Die Bildungspläne bauen auf die im Bildungsbereich erworbenen Fähig- und Fertigkeiten auf, und dienen gemäß WfbM- Auftrag der Weiterentwicklung der Gesamtpersönlichkeit. So können beispielsweise auch die Chancen auf einen Übertritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu einem späteren Zeitpunkt verbessert werden.

Arbeitnehmerähnliches Beschäftigungsverhältnis

Alle WfbM-Mitarbeiter/-innen im Arbeitsbereich erhalten einen rechtsverbindlichen Werkstattvertrag, der die Rahmenbedingungen des arbeitnehmerähnlichen Beschäftigungsverhältnisses wie z. B. Arbeitszeit, Urlaub und Entgeltfortzahlung regelt.

Arbeitsbegleitende Maßnahmen

In den Regnitz-Werkstätten werden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und der Integrativen Sportgemeinschaft Erlangen e.V. vielfältige Kurse angeboten. Jede/-r Beschäftigte hat die Möglichkeit, während der Arbeitszeit 3 von 40 Kursen aus den Bereichen musische Bildung, kreative Gestaltung, Spiel und Bewegung sowie Kulturtechniken auszuwählen. Darüberhinaus finden pro Jahr ca. 8 mehrtägige Freizeiten und zahlreiche Tagesausflüge statt.

Förderstätte

Mit ihrem vielfältigen therapeutischen Angebot und der intensiven Versorgung ermöglicht die Förderstätte 26 schwerst-mehrfach-behinderten und verhaltensauffälligen Menschen die Teilnahme an der Gemeinschaft unter dem verlängerten Dach der WfbM.

Begleitende Dienste

Die Regnitz-Werkstätten gGmbH verfügen über verschiedene Begleitende Dienste:

  • Sozialdienst
  • Arbeitsmedizinischer Dienst
  • Psychologischer Dienst
  • Religionspädagogischer Dienst

Die Aufgaben der Begleitenden Dienste umfassen:

  • Kooperation mit Bezugspersonen (Eltern, Angehörigen, Betreuern,..)
  • Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden
  • Abstimmung mit Wohnheimen, Ärzten, Fahrdiensten, Schulen
  • Vermittlung von krankengymnastischer Versorgung im Hause
  • Organisation von Arbeitsbegleitenden Maßnahmen und Freizeiten
  • Einzelfallarbeit und Krisenintervention

Mitarbeitervertretung / Werkstattrat

Die Interessen der Mitarbeiter/-innen mit Behinderung werden durch den Werkstattrat vertreten. Aus den Arbeitsgruppen wird durch freie und geheime Wahl ein/e Delegierte/r in dieses Gremium entsandt. Der Werkstattrat nimmt in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung in regelmäßigen Sitzungen seine Mitwirkungsrechte bei der Gestaltung des WfbM-Alltags wahr.

Unser Personal

Alle unsere Gruppenleiter/-innen verfügen über eine fundierte handwerkliche oder pädagogische Ausbildung. Die Gruppenleiter/-innen mit handwerklich-technischem Hintergrund absolvieren eine vom Arbeitsamt und den bayerischen Bezirken anerkannte Zusatzausbildung zur "Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung". Darüber hinaus nehmen Gruppenleiter/-innen regelmäßig an anerkannten Fortbildungen der Lebenshilfe teil. Wir bieten auch interessante Zivildienst- und Praktikumsstellen an.